Wie Wälder den Wasserabfluss beeinflussen

aktuell, 19.04.2026

Zum Beginn der Starkregensaison: Vegetation und Boden entscheiden maßgeblich darüber, wie viel Wasser zurückgehalten oder schnell abgeführt wird.

Mit Blick auf die bevorstehende Starkregensaison rückt die Frage in den Fokus, wie unterschiedlich Landschaften Niederschlag aufnehmen, speichern und verzögert abgeben. Entscheidend sind dabei weniger die Regenmengen selbst als vielmehr Boden und Vegetationsstruktur.

Im Winter zeigt sich dieses Zusammenspiel deutlich: Im Fichtenwald werden nur geringe Niederschlagsmengen direkt abgefangen, der Abfluss bleibt entsprechend moderat. Im laublosen Buchenwald steigt der Abfluss zwar deutlich an, bleibt aber durch die Speicherwirkung des Waldbodens (Humus, Wurzelkanäle) weiterhin klar unter dem Niveau offener Flächen.

Der entscheidende Unterschied zeigt sich zwischen bewachsenen und unbewachsenen Flächen: Während Kahlschlag nahezu den gesamten Niederschlag direkt abführt, können Wiesen – insbesondere höhere Bestände – den Abfluss lediglich etwas verzögern, aber nur begrenzt reduzieren. Wälder wirken dagegen als wirksamer Puffer und reduzieren sowohl Spitzen als auch Gesamtabfluss deutlich.

Im Sommer und bei Starkregenereignissen verstärken sich diese Unterschiede, insbesondere in steilem Gelände. Insgesamt bleibt jedoch das Muster eindeutig: Intakte Waldökosysteme leisten unabhängig von Jahreszeit und Hangneigung den größten Beitrag zur Rückhaltung und Verzögerung von Niederschlagswasser.

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